26.02.2026 / Kalifornische Mandeln: Tiefdruckgebiet brachte schlechtes Wetter, Schadensmeldungen blieben aus
Im Januar zeichnete es sich ab, dass in Kalifornien die letztjährige Mandel-Ernte die 2.7 Mia lbs-Marke erreichen könnte. Dadurch sahen sich einige Anbieter unterverkauft, was das Angebot erhöhte und die Preise drückte. In der ersten Februarhälfte waren - anders als in Vorjahren - in Kalifornien sogar bereits Angebote für neue Ernte zu finden.
Mitte dieses Monats erreichte die Blüte der frühen Sorten den Zenit, spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde das Wetter damit zum preisbestimmenden Faktor. In der zweiten Hälfte der letzten Woche brachte ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet heftige Niederschläge, kräftige Böen und einen Temperatursturz mit vereinzelten Tiefstwerten unter dem Gefrierpunkt. Zwischenzeitliche Aufhellungen nutzten die Bienen, um emsig Blüten zu bestäuben. Die nachfolgenden Tage brachten besseres Wetter, wenn auch noch immer mit vereinzelten Regenschauern. Meldungen über Frostschäden blieben interessanterweise in der Folge aus. Allerdings verunmöglichte die hohe Feuchtigkeit in den Böden vielerorts die anstehenden Kulturarbeiten, was zu erhöhtem Befallsdruck führen könnte.
Gemäss vorliegenden Meldungen darf angenommen werden, dass letzte Woche keine schwerwiegenden, grossflächigen Schäden eintraten. Verschiedene Stimmen aus dem Ursprung weisen darauf hin, dass auch eine mittelmässige Blüte bei günstigem Verlauf der weiteren Vegetationsperiode durchaus ansprechende Erträge erbringen kann. Damit ist aktuell zwar noch alles offen, Offerten für neue Ernte sind jedoch aus nachvollziehbaren Gründen im Moment nicht mehr verfügbar. Wie rasch sich das ändern wird hängt von der weiteren Entwicklung in den Plantagen ab.
Wir empfehlen, allfällige Deckungslücken für laufende Ernte zu schliessen und - sobald verfügbar - Offerten für neue Ernte zu prüfen.