Marktberichte

12.04.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen März 2019

Im März hat Kalifornien 185 Mio lbs Mandeln verladen, 4.6 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.59 Mia lbs, 1.7 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.26 Mia lbs.

Während sich der Inlandmarkt weiterhin eines robusten Nachfragezuwachses erfreut, so zeigt der Export nach wie vor Bremsspuren als Folge der Handelsdispute. Insgesamt entspricht der Berichtsmonat mehr oder weniger den Erwartungen, wenn wohl auch eher am unteren Ende der Skala. Sehr erfreulich für die Erzeuger waren allerdings die Verkäufe im März, die mit 148 Mio lbs satte 30 % über Vorjahr lagen. Damit sind nun 2.05 Mia lbs bereits verschifft oder aber vorverkauft, was 92 % der Ernte bzw. 79 % der verfügbaren Ware entspricht. Der Übergang in die neue Ernte wird also knapp werden, Käufer, die noch immer offene Positionen für Ernte 2018 haben, dürften gut beraten sein, diese rasch zu ordnen.

Die Entwicklung der neuen Ernte verläuft weiterhin gut, allerdings als Folge der kühlen Temperaturen während der Blüte mit einer Verspätung von 10-14 Tagen. Das Wetter in den letzten Wochen war mild, was die Bäume bei der Ausbildung der Nüsse sehr unterstützt. Vor allem in den ertragsstarken südlichen Regionen sehen die Kulturen vielversprechend aus, während der Norden eher ein gemischtes Bild abgibt. Erste Schätzungen lassen einen Ertrag von 2.45 bis 2.7 Mia lbs erhoffen.

Die Preise für laufende Ernte werden somit insgesamt fest bleiben, während für neue Ernte wohl sporadisch attraktive Angebote zu finden sein dürften. Wir empfehlen, für Ernte 2019 Angebote zu prüfen und Teildeckungen vorzunehmen.

09.04.2019

Cashews: Gute Aussichten, attraktive Preise

Angesichts guter Nachrichten aus den Erzeugerländern sehen wir weiter attraktive Preise für Cashews.

Während die Erntemengen in Westafrika dieses Jahr wohl erneut etwas tiefer ausfallen sind die Aussichten für Indien und Vietnam weiter sehr gut, so dass insgesamt in grösseres Angebot erwartet wird. Die Verarbeiter von rohen Cashews in Indien und Vietnam leben aus verschiedenen Gründen aktuell von der Hand in den Mund, was die Preise für Schalenware in Afrika zusätzlich unter Druck bringt.

Die aktuell interessanten Preise könnten allerdings auch grosse Abnehmer wie Supermarktketten u. dgl. dazu führen, Cashews wieder mehr Regalplatz einzuräumen. Da die Lager der Käufer vielerorts sehr tief sind könnte aufkommende Nachfrage den Markt trotz ausreichendem Angebot im weiteren Saisonverlauf wieder befestigen.

Wir empfehlen daher, mindestens den kurz- und mittelfristigen Bedarf zu prüfen und nötigenfalls Deckungslücken zu schliessen.

08.04.2019

Türkische Aprikosen: erste Frostschäden

Die kritische Phase der Aprikosenblüte dauert noch bis ca. Ende April / anfangs Mai. Der Frost vom 25.03.19 in den Anbaugebieten rund um Malatya verursachte gemäss ersten Einschätzungen Schäden an ca. 10 % der Obstbäume.

Die Preise verharren trotz des Frostes auf einem immer noch recht moderaten Level, da die Schäden geringer ausgefallen sind als zuerst befürchtet.

Das Wetter in den kommenden vier bis fünf Wochen wird direkten Einfluss auf die Preisentwicklung der neuen Ernte haben. Zusätzlich ist der USD gegenüber der Türkischen Lira immer noch sehr volatil. Die Währungssituation wird ein wichtiger Faktor sein bei der Kalkulation der Exportpreise.

Kleinkalibrige Aprikosen (Kal. 7 und 8) sind nur noch schwer verfügbar, wogegen andere Grössen sowie ungeschwefelte Aprikosen weiterhin lieferbar sind.

19.03.2019

US Pekan: Market Update März 2019

Angebot und Verbrauch:

In den ersten 10 Wochen des Jahres 2019 blieb der Pekannussmarkt schwach. Die Nachfrage blieb stabil, aber ein Grossteil des Einkaufs erfolgte auf Spot-Basis. Einige Käufer warten noch immer auf die weitere Marktentwicklung vor dem Vertragsabschluss. Vom Angebotsstandpunkt aus betrachtet wird die US Ernte voraussichtlich aufgrund von Wetterproblemen in der Region weiterhin reduziert sein in den östlichen und zentrale Anbaugebieten. Eine grosse mexikanische Ernte gleicht weiterhin einen Rückgang des Angebots in den USA aus. Obwohl einige Berichte sagen, dass bis zur Hälfte dieser Ernte als minderwertige Qualität gilt. 

 Aktuelle Marktbedingungen:

Jüngste Inshell-Käufe für den chinesischen Markt haben einige dazu veranlasst, zu spekulieren, da der China - US-Handelskrieg sich seinem Ende nähert. US-Landwirtschaftsgüter sind nach wie vor eine der Hauptquellen für künftige Handelsbilanz und wird ein wichtiger Bestandteil jedes Handelsabkommens sein. Allerdings drückt eine kontinuierliche Versorgung mit mexikanischen Rohstoffen die Marktpreise weiter. 

 Marktprognose:

Schwache chinesische Wirtschaftsdaten setzen den Handel zwischen den USA und China weiterhin zusätzlich unter Verhandlungsdruck. Ein Mangel an hochwertigen „Halves“ wird in einer Stärkung des Preises für diese Grössen münden. Das wahrscheinliche Ergebnis für diese Saison und unsere Prognosen für die Vorsaison bleiben unverändert. Ein Mangel von verbesserten „Halves“ wird zu einer Preiserhöhung während der Saison für diese Grössen führen.

„Pieces“ werden höchstwahrscheinlich auf dem derzeitigen Marktniveau stabil bleiben. Aufgrund des Überschusses von Off-Qualitätsprodukten ist die Beschaffung bei einem Qualitätslieferanten in dieser Saison von besonderer Bedeutung.

14.03.2019

Kokosraspel: Market Update

Palmöl war in letzter Zeit aufgrund von höher als erwarteten Lagerbeständen schwächer gehandelt worden, was zeigt, dass die Nachfrage immer noch schwächer war als erwartet. Aber bei anhaltend trockenem Wetter in Asien war es nur eine Frage der Zeit, bis die Preise wieder zu steigen begannen. Die eingenommenen Rohölpreise steigen, um dies auszulösen, aber Palmöl steigt wieder an. Der Rohölpreis selbst ist ebenfalls aufgrund von niedrigeren als den vorhergesagten Lagerbeständen gestiegen. Es gibt noch eine weitere Überlegung: Hohe vorgeschriebene Prozentsätze von Palmöl in Biokraftstoffen sollten bald einsetzen, was die Nachfrage erhöhen könnte. In Wirklichkeit dürften sich die trockenen Bedingungen jetzt erst Ende des Jahres auf die Pflanzen auswirken, aber sie werden dem Markt eine Richtung vorgeben, die im Moment höchstwahrscheinlich nach oben zeigt. Kokosöl bleibt im Moment sehr schwach, da das Angebot stark bleibt. Aber auch wenn die derzeitigen trockenen Bedingungen bis Ende des Jahres voraussichtlich keine Auswirkungen haben werden, wird dies den Druck weiter erhöhen.

Wir notieren, dass die Preise für Kokosraspel leicht anziehen. Die Berichte über die langsame Versorgung von Rohmaterial, haben dazu geführt, dass sich die Preise in Indonesien leicht verfestigt haben. Der grössere Effekt ist, dass die Verlader dort ihre Angebote reduzieren. Einige indonesische Verlader werden nun nur noch für die nächsten Monate anbieten. Auch die philippinischen Verlader sind jetzt nicht mehr daran interessiert, mit wenigen Angeboten nach der Auslieferung im September zu viel anzubieten. Es sieht alles aus wie ein Markt, der sich darauf vorbereitet, dass die Preise steigen.

13.03.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Februar 2019

Im Februar hat Kalifornien 187 Mio lbs Mandeln verladen, 1.3 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.4 Mia lbs, 1.3 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.26 Mia lbs, 0.5 % über Vorjahr.

Während der Export weiter gute Resultate bringt - und dies trotz der geringen Nachfrage auch China! -, so ist es im Berichtsmonat erneut die Inlandnachfrage, die dank anhaltender Innovationsfreudigkeit laufend den Weg für neue Produkte mit Mandeln ebnet und so nachhaltig mehr Platz in den Regalen erobert. Doch nicht nur die Verladungen fielen sehr positiv aus, auch die neuen Verkäufe schlugen im Berichtsmonat sehr positiv zu Buche.

Die laufende Ernte dürfte schlussendlich auf knapp 2.3 Mia lbs ausfallen, entsprechend wären aktuell 74 % der verfügbaren Ware bzw. 85 % der Ernte 2018 bereits verladen bzw. vorverkauft. Der Übergang in die Ernte 2019 wird also auch dieses Jahr wieder anspruchsvoll, nicht zuletzt auch weil die Entwicklung der neuen Ernte aktuell mindestens eine Woche verspätet ist.

Die zum grossen Teil abgeschlossene Blüte erfuhr mittelprächtige Witterung. V.a. die nördlichen Regionen wurden von vielen Frühlingsstürmen heimgesucht, so dass in den dortigen Kulturen die Bienen nur sehr sporadisch aktiv waren. Dies alleine hat noch nicht allzu viel zu bedeuten, denn das kühle Wetter verlängerte die Dauer der Blüte, wodurch das Zeitfenster zur Bestäubung länger offen war. Erfreulicherweise wird die Blüte in den mittleren und südlichen Regionen generell als recht gut bewertet. Auch das wärmere und trockene Wetter der letzten Tage, das die Bildung der Fruchtknoten begünstigt, ist sehr positiv. Anlass zu Sorge geben derweil Berichte aus den östlichen Regionen des San Joaquin-Tales, wo Erzeuger als Folge der nasskalten Witterung Befall durch Pseudomonas-Bakterien melden. Diese Krankheit führt dazu, dass die Blüten absterben, was zu grösseren Verlusten innerhalb der Plantage führen kann.

Im weiteren Verlauf erwarten wir anhaltend feste Preise für laufende Ernte 2018, denn auch im März werden wir wohl erneut gute Verladungen sehen. Bei guter Entwicklung der Vegetation sind etwas günstigere Preise für Ernte 2019 zu erwarten, wobei allerdings die Anzahl der Angebote nicht umwerfend sein dürfte, denn die Erzeuger bleiben vorsichtig gestimmt. Sollte China wieder als Käufer auftreten, so drohten rasche Preissteigerungen. Wir empfehlen daher, einen allfälligen Restbedarf aus Ernte 2018 sehr zeitnah zu ordnen und Teil-Abschlüsse für Ernte 2019 ernsthaft in Betracht zu ziehen.

12.03.2019

Türkische Haselnüsse: Laufende Ernte fest, sehr gute Aussichten für neue Ernte

In der Türkei werden von Bauern und Mittelmännern weiterhin nur geringe Mengen an Haselnüssen angeboten, so dass die Preise anhaltend fest bleiben. Die Aussichten für neue Ernte sind sehr gut.

Angesichts der wohl eher übersichtlichen Restbestände aus Ernte 2018 ist anzunehmen, dass die Preise im weiteren Verlauf der Saison tendenziell fest bleiben werden. Im Vorfeld der Ende Monat stattfindenden Kommunalwahlen wurde den Bauern von politischer Seite wie gewohnt Unterstützung zugesagt, was zusammen mit der Aussicht auf unmittelbare Direktzahlungen für registrierte Erzeuger den Warenzufluss zusätzlich schmälert. Gerüchte besagen, die TMO beabsichtige, Bestände aus den Ernten 2016 und 2017 zu Markte zu bringen. Dies könnte Entspannung bringen, wobei natürlich die Frage ist, zu welchem Preis diese alte Ware den Besitzer wechseln soll.

Bei derweil eher überdurchschnittlichen Temperaturen entwickelt sich die Vegetation an der türkischen Schwarzmeerküste bis dato sehr gut. Eine erste Schätzung lässt eine Rekordernte in der Höhe von 862'000 t (Schalenware) erwarten. Allerdings ist natürlich das Frostrisiko noch lange nicht gebannt, ebenso wenig wie sich die Entwicklung der Vegetation bis zur Ernte vorhersagen lässt.

05.03.2019

Cashews: Preise weiter unter Druck, attraktive Gelegenheiten für Käufer

Dieser Tage beginnen in Indien, Vietnam und Kambodscha die Ernten der Cashewnüsse. Ersten Informationen zufolge darf auf gute Erträge gehofft werden.

Ebenfalls erfreuliche Erntemengen werden für die wichtigen westafrikanischen Erzeugerländer erwartet, so dass insgesamt das Angebot an rohen Cashewnüssen in den kommenden Monaten ausreichend sein dürfte. Zusätzlichen Abwärtsdruck erfahren die Weltmarktpreise durch die Vorgänge in Tansania, wo Präsident Magafuli weiter auf den Cashews sitzt, die er grossspurig den Bauern zu Phantasiepreisen abzunehmen versprach. Dass der Regierung dabei nicht nur die finanziellen Ressourcen, sondern auch die Lagerkapazitäten für die Rohware ebenso wie auch adäquate Käufer dafür fehlen erstaunt niemanden wirklich.

Insgesamt sehen wir daher weiter eine Tendenz zu günstigeren Preisen. Als Folge davon zögern viele Käufer die Abschlüsse weiter hinaus, was die Preise zusätzlich drückt. Dieses Verhalten ist ebenso verständlich wie auch gefährlich, denn einsetzende Nachfrage könnte den Markt binnen kürzester Zeit heftig befestigen.

Wir empfehlen daher, die Gunst der Stunde zu nutzen und mindestens den kurzfristigen Bedarf abzudecken.

13.02.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Januar 2019

Im Januar hat Kalifornien 210 Mio lbs Mandeln verladen, 8.3 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen damit nur noch 1.2 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.225 Mia lbs, 0.4 % über Vorjahr.

Sehr gute Inlandnachfrage und insgesamt gute Exportverladungen bringen erstmals ein Resultat im Januar von über 200 Mio lbs. Der Rekord kommt nicht überraschend, waren doch die Verarbeiter sehr gut ausgelastet - ein Trend, der übrigens anhält.

Anhand der langsam versiegenden Anlieferungen dürfte die Ernte 2018 schlussendlich knapp unter 2.3 Mia lbs ausfallen. Angesichts des vorhandenen Potentials ist das eher enttäuschend und für Käufer, die in der Hoffnung auf fallende Preise von der Hand in den Mund leben, alles andere als hilfreich. Erschwerend kommt hinzu, dass vor dem Hintergrund der nunmehr sehr guten Verladungen sich bereits heute eine Knappheit gewisser Sorten und Kaliber abzeichnet.

Da die Frage nach der Grösser der Ernte 2018 nunmehr vom Tisch ist richten sich aller Augen auf die Entwicklung der Ernte 2019. Die Ausgangslage könnte nicht besser sein: Weil die Plantagen letztes Jahr nur mittelmässige Erträge lieferten sind die Bäume kräftig genug, dieses Jahr gute Resultate zu liefern. Der Knospenansatz ist entsprechend sehr gut. Der kalte Winter verhalf dem Bäumen zu einer ausreichenden Ruheperiode, und die umfangreichen Niederschläge haben für ausreichende Wasservorräte gesorgt. Eine gute Blüte vorausgesetzt darf daher dieses Jahr eine Rekordernte erhofft werden. Die Blüte hat denn auch schon begonnen, allerdings mit sehr kalter und auch nasser Witterung. Gutes Wetter in den kommenden Tagen ist daher vonnöten.

Bei guter Witterung ist zu erwarten, dass die Preise für laufende Ernte fest bleiben, während neue Ernte etwas günstiger angeboten werden dürfte. Käufer, die noch Bedarf für Ware aus Ernte 2018 haben, sind gut beraten, diese Deckungslücken rasch zu schliessen. Zwecks Absicherung gegen ungünstige Entwicklungen sollte eine erste Teildeckung für Ernte 2019 in Betracht gezogen werden.

11.02.2019

Chilenische Trockenäpfel: Beginn der Rohwarenernte

Im Laufe dieser Woche startet die Ernte der Frischäpfel in Chile. Zuerst werden die frühreifenden Sorten „Royal Gala“ und „Red Delicious“ geerntet, gefolgt von „Granny Smith“ und „Fuji“ Ende März. „Pink Lady“ macht den Abschluss anfangs Mai.

Der Trocknungsprozess der konventionell produzierten Äpfel startet Ende Februar und für die biologische Ware Mitte März.

Die momentane Hitzewelle in den zentralen und nördlichen Gebieten Chiles kann die Haltbarkeit der Frischäpfel negativ beeinflussen. Für die Qualität der Trockenäpfel sollte dies jedoch keinen Einfluss haben.

Die Nachfrage nach Frischäpfeln vor allem aus der Konzentrat- und Püreeindustrie ist fest. Wir schätzen, dass die Rohwarenpreise stabil bleiben. Wir gehen momentan davon aus, dass sich die Preise für die Trockenäpfel im Rahmen der letzten Jahre bewegen werden. Erste Preise erwarten wir im Laufe der nächsten Woche.

21.01.2019

US Pekan: Ernte Update

Lieferungen und Konsum:

Eine grosse Ernte in Mexiko, ein USA-China Handelskrieg und eine selektierte Anzahl Pekanlieferanten mit Cash Flow Bedarf, haben zu einem flauen Markt im 2019 geführt soweit.

Der Konsum schwächte sich in einigen Märkten ab letzte Saison, da die Preissituation sehr angespannt war. Dies erlaubte einigen grossen Retailer die Kontrakte auf Anfang 2019 zu verschieben (Q1 ist traditionellerweise die Kontraktperiode, ist aber in vergangenen Saisons in Q4 gerutscht).

Vom Standpunkt der Lieferanten ausgesehen, wird die US Ernte stark reduziert gegenüber den Erwartungen. Dies verursacht durch die Wettersituation in den östlichen und zentral gelegenen Regionen. Die grosse mexikanische Ernte gleicht die Reduktionen in den USA aus.

 

Gegenwärtige Marktklage:

Basierend auf den Lieferprognosen, korrelieren die Preise nicht mit den Marktgrundlagen. Ein über alles gesehen schwacher Rohmaterialpreis, Mangel an chinesischer Nachfrage und verspätete Nachfrage, hat die Prognosen zerrissen. Jedenfalls haben die tiefen Preise zu einer substantiell hohen Anzahl an Abschlüssen geführt über die letzten 10 Tage. Dies dürfte noch einige Zeit anhalten.

 

Marktaussichten:

Die landwirtschaftlichen Handelsgespräche zwischen den USA und China werden essentiell sein für zukünftige Handelsabschlüsse.

Es könnte sich eine Verknappung bei den Halves abzeichnen, was preisliche Konsequenzen haben dürfte. Der hohe Anteil an off Quality führt zu einem Überschuss an Pieces. Die Preise müssten aber stabil bleiben während der Saison.

16.01.2019

Südafrikanische Sultaninen: gute Qualität erwartet

Die ersten Informationen aus Südafrika sind erfreulich. Aufgrund des trockenen, heissen Wetters mit wenig Niederschlägen ist der Befallsdruck recht klein. Die Weinbeeren sind voll entwickelt und der Reifeprozess ist im vollem Gange.

Es wird mit einer etwas kleineren Ernte gerechnet. Man geht momentan von einer Totalmenge von rund 68‘000 mt aus (2018: ca. 71‘000 mt). Der Anteil an Goldens wird um ca. 20 % reduziert und derjenige der Thompsons um ca. 50 % erhöht.

Der Anteil an Jumbos und Bolds wird höher ausfallen – dies aufgrund der recht tiefen Preise für die Tafeltrauben. Dies hat die Produzenten dazu bewogen, mehr grossfallende Tafeltrauben in die Produktion von getrockneten Weinbeeren zu liefern.

Erste Verladungen aus neuer Ernte werden für ca. 2. Hälfte März erwartet.

14.01.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Dezember 2018

Im Dezember hat Kalifornien 200 Mio lbs Mandeln verladen, 2.4 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen damit nur noch 3 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.2 Mia lbs, 0.2 % unter Vorjahr.

Der erste Bericht im neuen Jahr bringt Überraschungen für alle Seiten: Der Ursprung hatte angesichts der Ende Jahr bestens ausgelasteten Verarbeitungskapazitäten erneute Rekordverladungen erwartet. Dass das Resultat nun doch unter Vorjahr und v.a. markant unter den Erwartungen ausfiel liegt u.a. an den schwachen Verladungen nach China und Vietnam, so dass hier nun möglicherweise die ersten Auswirkungen der Handelsdispute zu beobachten sind.

Sehr erfreulich - wenigstens aus Sicht der Erzeuger - waren hingegen die Verkäufe im Dezember, die 10 % über Vorjahr lagen. Bereits heute sind verschiedene Verarbeiter bis in den Februar hinein ausgebucht, und so schnell wird das nicht kehren, denn ein Grossteil der europäischen Abnehmer kauft weiterhin von der Hand in den Mund und sorgt so für stabile und anhaltende Nachfrage. Der Ursprung dankt's.

Mit Spannung erwartet wurden schlussendlich die Anlieferungen aus laufender Ernte, die es nunmehr erlauben, eine Aussage zur Grösse der Ernte 2018 zu wagen. Mit den im Dezember eingegangenen 215 Mio lbs liegen die Anlieferungen nun bei 2.2 Mia lbs. Davon ausgehend muss damit gerechnet werden, dass die Ernte 2018 nicht über 2.3 Mia lbs ausfallen wird. Somit stünden 150 Mio lbs weniger Mandeln zur Verfügung, als die objektive Ernteschätzung erhoffen liess. Damit zeichnet es sich heute schon ab, dass auch der Übergang in die Ernte 2019 wiederum knapp ausfallen könnte.

In rund vier Wochen wird die Blüte 2019 einsetzen. Die Ausgangsbedingungen könnten besser nicht sein: Der Knospenansatz wird als sehr gut beschrieben, der kalte Winter brachte den Bäumen ausreichend Ruhezeit, dank ausreichend Niederschlag in den letzten Wochen wird ausreichend Wasser zur Verfügung stehen, und nicht zuletzt werden weitere Flächensteigerungen eine erneute Erhöhung der Gesamtproduktion erlauben.

Anhand dieser Ausgangslage dürften die Preise für Ernte 2018 das Niveau mindestens halten. Für Ernte 2019 sind ansprechende spekulative Preise denkbar.

22.11.2018

Tunesische Datteln: kleinere Ernte

Die tunesische Dattelernte wird gemäss ersten Einschätzungen ca. 20 % kleiner ausfallen. Dies hauptsächlich aufgrund der „Palm drying disease“ und starken Regenfällen im Oktober. Der Insektenbefall schwankt je nach Region zwischen „normalen“ 5-10 % und sehr hohen 20 %.

Die Preise sind gegenüber letztem Jahr je nach Konfektion bereits um ca. 8-10 % angestiegen. Wir gehen davon aus, dass qualitativ einwandfreie Ware ab ca. April 19 nur noch sehr knapp verfügbar sein wird.

13.11.2018

Türkische Sultaninen: weiter steigende Preise

Die Rohwarenpreise an der Börse in Izmir sind in den vergangenen Wochen um rund 15 % gestiegen. Dies einerseits aufgrund der aktuell guten Nachfrage und anderseits auch wegen Kontrakten, welche anfangs der neuen Saison noch zu sehr attraktiven Preisen abgeschlossen wurden. Diese Kontrakte müssen nun erfüllt werden, was bereits zu Problemen geführt haben soll. Hohe Kreditzinsen verteuern das Geld für den Aufkauf der Rohware für längerfristige Kontrakte massiv.

Zusätzlich hat sich der USD gegenüber der Türkischen Lira um rund 20 % abgeschwächt. War die schwache Türkische Lira anfangs der neuen Ernte mit ein Grund, dass die Exportpreise trotz hohen Produzentenpreisen auf einem günstigen Niveau verharrten schlägt das Pendel nun genau in die gegengesetzte Richtung. Die weiterhin volatile Währungssituation wird auch weiterhin ein Haupteinflussfaktor für die Preisgestaltung sein.

Sultaninen der Farbe 10 und 11 sind in dieser Saison sehr limitiert verfügbar und entsprechend hoch wird der Preisunterschied zu den anderen Farbabstufungen sein. Die Aegean Exporters Union hat beschlossen, die Farbtoleranzen für Ernte 2018 von 10 auf 15 % zu erhöhen.