Marktberichte

20.06.2019

Türkische Aprikosen: Preise ziehen an

Die Aprikosenpreise sind in den vergangenen Tagen stark angestiegen. Zum einen rechnet man mit einer bedeutend kleineren Ernte als zuerst erwartet und andererseits hat sich der USD gegenüber der Türkischen Lira weiter abgeschwächt.

Wir empfehlen, Ihren Bedarf aus neuer Ernte für die ersten Verschiffungen Ende August schnellstmöglich zu prüfen.

 

12.06.2019

US Pekan: Ernte Update

Aktuelle Marktbedingungen:        

Pekanlieferungen und -nachfragen haben sich im 2. Quartal 2019 mit konstantem Tempo fortgesetzt.

Niedrige Preise haben dazu beigetragen den Konsum anzukurbeln und somit sind die Preise allmählich gestiegen mit der Nachfrage. Noch ist Inshell Ware in der nordamerikanischen Region verfügbar. Im Markt erwarten wir, dass sich diese Trends in naher Zukunft fortsetzen.                    

Globale Handelsfaktoren:             

Anfang dieses Frühjahrs standen die USA und China kurz vor einem Handelsabkommen. Im letzten Monat sind die Gespräche zurückgegangen und eine neue Tarifrunde zwischen den beiden Ländern wurde eingeleitet.          

Es ist immer wahrscheinlicher, dass der Handelskrieg bis in die nächste Pekannussernte andauern wird. Zusätzlich zum Handelskrieg wurde am Ende ein zweiter potenzieller Handelsdisruptor angekündigt. Die derzeitige US-Regierung hat gedroht, einen Zollsatz von 5% auf alle mexikanischen Einfuhren zu erheben, falls sie nicht hilft, die illegale Einwanderung einzudämmen. Der vorgeschlagene Tarif würde jeden Monat bis Oktober um 5% steigen. Start ab dem 10. Juni 2019.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Tarife eine Bedrohung, oder eine Realität darstellt und die US-Regierung bereit ist, dies durchzusetzen. Wenn die Zölle erhoben werden, werden die Auswirkungen weitreichend sein.      

Sowohl für die US-amerikanische als auch die mexikanische Pekan-Infrastruktur könnte die Situation einschneidend sein.              

Marktprognose:       

Es wird erwartet, dass sich die aktuellen Preisentwicklungen fortsetzen, jedoch mit einer dynamischeren Entwicklung für den Rest des Jahres. Die Pekannusshälften werden weiter zunehmen, während die Stücke nahe am aktuellen Niveau bleiben, mit einem Potenzial zur Stärkung im 4. Quartal. Aufgrund der Zeit dürften die Zölle auf mexikanische Ware noch keine erhebliche Auswirkungen haben, welche mit US Lieferanten abgeschlossen wurden.          

                   

12.06.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Mai 2019

Im Mai hat Kalifornien 178 Mio lbs Mandeln verladen, 13 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.95 Mia lbs und damit gerade mal noch 0.3 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger betragen 2.27 Mia lbs.

Während der Inlandabsatz auf dem Niveau des letzten Jahres liegt, erzielte der Export dank guter Nachfrage aus China, Indien und Europa ein Plus von 13 %. Kalifornien erwartete zwar gute Verladungen, aber nicht zwingend einen Rekord, so dass die Erwartungen klar übertroffen wurden. Dies, in Kombination mit den sehr guten Mai-Verkäufen und den damit prall gefüllten Auftragsbüchern, lässt den erwarteten Übertrag in die neue Ernte dahinschmelzen wie Eis an der Sonne. Vor dem Hintergrund der gebuchten Aufträge ist zu befürchten, dass der Übertrag nur gering über 300 Mio lbs ausfallen wird, zu wenig für einen reibungslosen Übergang und viel zu wenig, um den Preissteigerungen Einhalt zu gebieten.

Die Entwicklung der neuen Ernte verlief im Mai grundsätzlich gut. Die Temperaturen waren mild, die Niederschläge rekordhoch. Ausreichende Feuchtigkeit ist gut für das Wachstum der Kerne, aber die verhaltenen Temperaturen verzögern die Entwicklung, so dass man heute von einer Verspätung der Ernte im Bereich von 2-3 Wochen spricht. Ob die neue Ernte einen Ertrag von 2.5 Mia lbs bringt, oder ob die subjektive Schätzung zu tief war und es doch vielleicht 2.6 Mia lbs werden könnten, steht noch in den Sternen. Angesichts des zu knappen Übertrages ist diese Frage dennoch von akademischer Natur, denn der Markt braucht dringend eine grosse Ernte.

Vor dem Hintergrund dieser Ausganslage erwarten wir in den kommenden Wochen eine Annährung der noch immer attraktiven Preise für neue Ernte an diejenigen der laufenden. Der fehlende Übertrag und die verspätete Ernte 2019 werden viele Käufer dazu zwingen, prompte Verladungen aus Ernte 2019 nachzufragen, so dass heute schon fest steht, dass sich die neue Ernte mindestens zu Beginn praktisch von alleine verkaufen wird. Hoffnungen auf sinkende Preise dürften also mindestens bis ins 1. Quartal 2020 gänzlich unbegründet sein.

12.06.2019

Kalifornische Pflaumen: Ernteschätzung 2019

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt die diesjährige Pflaumenernte in Kalifornien auf 110'000 short tons ("tn. sh.") natural condition, 38 % über der Schätzung des Vorjahres von 80'000 tn. sh. 

Weitere Ausführungen und Kommentare finden Sie in unserem beiliegenden Bericht.

23.05.2019

Iran Pistazienkerne: Erste Aussicht für Ernte 2019

Das Erntejahr 2019 dürfte sich als ein sehr positives herausstellen. Die Frostgefahr ist vorbei und es regnet viel, was sich prosperierend auf die Entwicklung auswirkt.

Es wird mit einem Volumen von ca. 250‘000 t (inshell) gerechnet. Gegenwärtig ist es aber noch zu früh, um abschätzen zu können, welche Mengen von welchem Grade verfügbar sein werden.

Wie sich die politische Lage entwickeln wird, ist so nicht absehbar. Man muss es nehmen wie es kommt. Allerdings sind jetzt keine unmittelbaren Anzeichen da, welche Anlass zur Beunruhigung gäben, dass die USA wieder lauter mit den Säbeln rasseln werden.

Die Anstrengungen der iranischen Regierung der hohen Inflationsrate entgegen zu wirken, hat sich in Luft aufgelöst. Der Rial wird nicht mehr künstlich gestützt.

13.05.2019

Kalifornische Mandeln: Subjektive Ernteschätzung 2019

Kalifornien erwartet dieses Jahr eine Mandelernte von 2.5 Mia lbs. Dies geht aus der am letzten Freitag publizierten subjektiven Schätzung des National Agricultural Statistical Service hervor. Alle wesentlichen Zahlen und unsere Einschätzung dazu finden Sie hier.

13.05.2019

Kokosraspel: Tiefes Preisniveau

Palmöl war in letzter Zeit etwas angezogen, da die Produktion weiter zurückging. Bei hohen Lagerständen wurden die Preise davon abgehalten, sich stark nach oben zu bewegen. Aber mit der Wiederbelebung des chinesisch-amerikanischen Handelskrieges am Donnerstag, sind die Preise stark gefallen. Wird Palmöl wieder in den Krieg hineingezogen und welche Auswirkungen wird es auf den gesamten Markt haben? China hat noch nicht angekündigt, ob es die Zölle auf US-Soja erhöhen wird, aber es ist naheliegend. Da die Rohstoffmärkte auf der ganzen Welt mit der Ankündigung weiterer US-Zölle fallen, ist es möglich, dass sie für eine Weile holprig sein werden. Kokosöl hat noch nicht auf das Neue des Handelskrieges reagiert, aber mit einem aktuellen Preis von 665 $, ist es der niedrigste seit 10 Jahren. Wird vermutlich nicht viel länger sinken.

Die ausgetrockneten Preise haben sich seit einiger Zeit nicht viel von dem derzeit extrem niedrigen Niveaus entfernt. Interessant ist, dass zum grössten Teil alle 3 Hauptprovenienzen jetzt innerhalb von etwa 200 $ voneinander liegen. Der Markt scheint vorerst zu zeigen, dass alle 3 weiterhin gut versorgt und im Moment sehr wettbewerbsfähig sind. Aber Anzeichen über ein geringeres Angebot an Rohnüssen in Indonesien wachsen und einige Verlader dort werden nur nahegelegene Positionen anbieten.

10.05.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen April 2019

Im April hat Kalifornien 177 Mio lbs Mandeln verladen, minimal mehr als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.77 Mia lbs und damit nur noch 1.5 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.27 Mia lbs.

Der Heimmarkt bezog erneut etwas weniger als im Vorjahr, aber dennoch liegen die Absätze auf sehr hohem Niveau. Im Export erstaunt die mangelnde Nachfrage aus China niemanden, dafür gingen grosse Mengen v.a. nach Indien und Europa. Dank sehr guter Verkäufe im April sind aktuell noch rund 380 Mio lbs aus Ernte 2018 unverkauft, was 15 % der verfügbaren Menge entspricht. Angesichts der prall gefüllten Auftragsbücher wird auch der Mai gute Verladungen bringen und damit weiter zu einem sehr engen Übergang in die neue Ernte beitragen.

Die Entwicklung der neuen Ernte zeigt weiter keine Auffälligkeiten, der zeitliche Verlauf ist bis dato normal, so dass die ersten Nüsse zu Anfang August von dem Bäumen kommen dürften. Die Prognosen lassen weiter eine Ernte im Bereich von 2.5 bis 2.7 Mio lbs erwarten, basierend auf einer produktiven Anbaufläche von 1'170'000 acres, also rund 47'350 km2. Um sich ein Bild der Dimensionen zu machen: Übertragen auf die Schweiz bedeutete dies für unsere heimischen Leser: Auf der Fahrt von St. Margrethen nach Genf sähen Sie nichts als Mandelbäume, einen am anderen, und es ginge noch weiter, denn die Fläche der Schweiz beträgt lediglich 41'285 km2.

 Heute Abend unserer Zeit erwartet der Markt die Publikation der subjektiven Ernteschätzung. Sollte diese keine nennenswerte Abweichung zu den bisher verfügbaren Prognosen bringen, so erwarten wir einen relativ stabilen Markt. Angesichts der sich abzeichnenden Knappheit der laufenden Ernte sollten noch offene Positionen schleunigst geordnet werden. Parallel empfehlen wir, Deckungen für das erste Semester 2020 ernsthaft ins Auge zu fassen. Da insbesondere Europa weiter über eine übersichtliche Eindeckung verfügt wird sich früher oder später eine lebhafte Nachfrage nach neuer Ernte ergeben, die zumindest zu Beginn den Preisen Auftrieb geben könnte.

29.04.2019

Türkische Aprikosen: ungünstige Wetterbedingungen

Die Blüteperiode der Aprikosenbäume ist beinahe abgeschlossen. Zwei Fröste (25.03. und 22.04.19) haben leichtere Schäden hinterlassen. Schwerwiegender als die Fröste waren die andauernden Regenfälle im März und April. Das nasse Wetter verursachte einen überdurchschnittlichen Blütenverlust und beeinträchtigte die Fruchtbildung an den Bäumen. Eine genauere Schadenshöhe kann bis Mitte Mai beziffert werden – momentan geht man davon aus, dass ca. 15-20% der Bäume beeinträchtigt sein könnten.

Die Marktsituation in den kommenden Wochen wird nicht unbedingt einfacher werden. Die Währungssituation ist weiterhin volatil und vor allem kleine Kaliber fehlen.

12.04.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen März 2019

Im März hat Kalifornien 185 Mio lbs Mandeln verladen, 4.6 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.59 Mia lbs, 1.7 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.26 Mia lbs.

Während sich der Inlandmarkt weiterhin eines robusten Nachfragezuwachses erfreut, so zeigt der Export nach wie vor Bremsspuren als Folge der Handelsdispute. Insgesamt entspricht der Berichtsmonat mehr oder weniger den Erwartungen, wenn wohl auch eher am unteren Ende der Skala. Sehr erfreulich für die Erzeuger waren allerdings die Verkäufe im März, die mit 148 Mio lbs satte 30 % über Vorjahr lagen. Damit sind nun 2.05 Mia lbs bereits verschifft oder aber vorverkauft, was 92 % der Ernte bzw. 79 % der verfügbaren Ware entspricht. Der Übergang in die neue Ernte wird also knapp werden, Käufer, die noch immer offene Positionen für Ernte 2018 haben, dürften gut beraten sein, diese rasch zu ordnen.

Die Entwicklung der neuen Ernte verläuft weiterhin gut, allerdings als Folge der kühlen Temperaturen während der Blüte mit einer Verspätung von 10-14 Tagen. Das Wetter in den letzten Wochen war mild, was die Bäume bei der Ausbildung der Nüsse sehr unterstützt. Vor allem in den ertragsstarken südlichen Regionen sehen die Kulturen vielversprechend aus, während der Norden eher ein gemischtes Bild abgibt. Erste Schätzungen lassen einen Ertrag von 2.45 bis 2.7 Mia lbs erhoffen.

Die Preise für laufende Ernte werden somit insgesamt fest bleiben, während für neue Ernte wohl sporadisch attraktive Angebote zu finden sein dürften. Wir empfehlen, für Ernte 2019 Angebote zu prüfen und Teildeckungen vorzunehmen.

09.04.2019

Cashews: Gute Aussichten, attraktive Preise

Angesichts guter Nachrichten aus den Erzeugerländern sehen wir weiter attraktive Preise für Cashews.

Während die Erntemengen in Westafrika dieses Jahr wohl erneut etwas tiefer ausfallen sind die Aussichten für Indien und Vietnam weiter sehr gut, so dass insgesamt in grösseres Angebot erwartet wird. Die Verarbeiter von rohen Cashews in Indien und Vietnam leben aus verschiedenen Gründen aktuell von der Hand in den Mund, was die Preise für Schalenware in Afrika zusätzlich unter Druck bringt.

Die aktuell interessanten Preise könnten allerdings auch grosse Abnehmer wie Supermarktketten u. dgl. dazu führen, Cashews wieder mehr Regalplatz einzuräumen. Da die Lager der Käufer vielerorts sehr tief sind könnte aufkommende Nachfrage den Markt trotz ausreichendem Angebot im weiteren Saisonverlauf wieder befestigen.

Wir empfehlen daher, mindestens den kurz- und mittelfristigen Bedarf zu prüfen und nötigenfalls Deckungslücken zu schliessen.

08.04.2019

Türkische Aprikosen: erste Frostschäden

Die kritische Phase der Aprikosenblüte dauert noch bis ca. Ende April / anfangs Mai. Der Frost vom 25.03.19 in den Anbaugebieten rund um Malatya verursachte gemäss ersten Einschätzungen Schäden an ca. 10 % der Obstbäume.

Die Preise verharren trotz des Frostes auf einem immer noch recht moderaten Level, da die Schäden geringer ausgefallen sind als zuerst befürchtet.

Das Wetter in den kommenden vier bis fünf Wochen wird direkten Einfluss auf die Preisentwicklung der neuen Ernte haben. Zusätzlich ist der USD gegenüber der Türkischen Lira immer noch sehr volatil. Die Währungssituation wird ein wichtiger Faktor sein bei der Kalkulation der Exportpreise.

Kleinkalibrige Aprikosen (Kal. 7 und 8) sind nur noch schwer verfügbar, wogegen andere Grössen sowie ungeschwefelte Aprikosen weiterhin lieferbar sind.

19.03.2019

US Pekan: Market Update März 2019

Angebot und Verbrauch:

In den ersten 10 Wochen des Jahres 2019 blieb der Pekannussmarkt schwach. Die Nachfrage blieb stabil, aber ein Grossteil des Einkaufs erfolgte auf Spot-Basis. Einige Käufer warten noch immer auf die weitere Marktentwicklung vor dem Vertragsabschluss. Vom Angebotsstandpunkt aus betrachtet wird die US Ernte voraussichtlich aufgrund von Wetterproblemen in der Region weiterhin reduziert sein in den östlichen und zentrale Anbaugebieten. Eine grosse mexikanische Ernte gleicht weiterhin einen Rückgang des Angebots in den USA aus. Obwohl einige Berichte sagen, dass bis zur Hälfte dieser Ernte als minderwertige Qualität gilt. 

 Aktuelle Marktbedingungen:

Jüngste Inshell-Käufe für den chinesischen Markt haben einige dazu veranlasst, zu spekulieren, da der China - US-Handelskrieg sich seinem Ende nähert. US-Landwirtschaftsgüter sind nach wie vor eine der Hauptquellen für künftige Handelsbilanz und wird ein wichtiger Bestandteil jedes Handelsabkommens sein. Allerdings drückt eine kontinuierliche Versorgung mit mexikanischen Rohstoffen die Marktpreise weiter. 

 Marktprognose:

Schwache chinesische Wirtschaftsdaten setzen den Handel zwischen den USA und China weiterhin zusätzlich unter Verhandlungsdruck. Ein Mangel an hochwertigen „Halves“ wird in einer Stärkung des Preises für diese Grössen münden. Das wahrscheinliche Ergebnis für diese Saison und unsere Prognosen für die Vorsaison bleiben unverändert. Ein Mangel von verbesserten „Halves“ wird zu einer Preiserhöhung während der Saison für diese Grössen führen.

„Pieces“ werden höchstwahrscheinlich auf dem derzeitigen Marktniveau stabil bleiben. Aufgrund des Überschusses von Off-Qualitätsprodukten ist die Beschaffung bei einem Qualitätslieferanten in dieser Saison von besonderer Bedeutung.

14.03.2019

Kokosraspel: Market Update

Palmöl war in letzter Zeit aufgrund von höher als erwarteten Lagerbeständen schwächer gehandelt worden, was zeigt, dass die Nachfrage immer noch schwächer war als erwartet. Aber bei anhaltend trockenem Wetter in Asien war es nur eine Frage der Zeit, bis die Preise wieder zu steigen begannen. Die eingenommenen Rohölpreise steigen, um dies auszulösen, aber Palmöl steigt wieder an. Der Rohölpreis selbst ist ebenfalls aufgrund von niedrigeren als den vorhergesagten Lagerbeständen gestiegen. Es gibt noch eine weitere Überlegung: Hohe vorgeschriebene Prozentsätze von Palmöl in Biokraftstoffen sollten bald einsetzen, was die Nachfrage erhöhen könnte. In Wirklichkeit dürften sich die trockenen Bedingungen jetzt erst Ende des Jahres auf die Pflanzen auswirken, aber sie werden dem Markt eine Richtung vorgeben, die im Moment höchstwahrscheinlich nach oben zeigt. Kokosöl bleibt im Moment sehr schwach, da das Angebot stark bleibt. Aber auch wenn die derzeitigen trockenen Bedingungen bis Ende des Jahres voraussichtlich keine Auswirkungen haben werden, wird dies den Druck weiter erhöhen.

Wir notieren, dass die Preise für Kokosraspel leicht anziehen. Die Berichte über die langsame Versorgung von Rohmaterial, haben dazu geführt, dass sich die Preise in Indonesien leicht verfestigt haben. Der grössere Effekt ist, dass die Verlader dort ihre Angebote reduzieren. Einige indonesische Verlader werden nun nur noch für die nächsten Monate anbieten. Auch die philippinischen Verlader sind jetzt nicht mehr daran interessiert, mit wenigen Angeboten nach der Auslieferung im September zu viel anzubieten. Es sieht alles aus wie ein Markt, der sich darauf vorbereitet, dass die Preise steigen.

13.03.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Februar 2019

Im Februar hat Kalifornien 187 Mio lbs Mandeln verladen, 1.3 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.4 Mia lbs, 1.3 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger aus laufender Ernte betragen 2.26 Mia lbs, 0.5 % über Vorjahr.

Während der Export weiter gute Resultate bringt - und dies trotz der geringen Nachfrage auch China! -, so ist es im Berichtsmonat erneut die Inlandnachfrage, die dank anhaltender Innovationsfreudigkeit laufend den Weg für neue Produkte mit Mandeln ebnet und so nachhaltig mehr Platz in den Regalen erobert. Doch nicht nur die Verladungen fielen sehr positiv aus, auch die neuen Verkäufe schlugen im Berichtsmonat sehr positiv zu Buche.

Die laufende Ernte dürfte schlussendlich auf knapp 2.3 Mia lbs ausfallen, entsprechend wären aktuell 74 % der verfügbaren Ware bzw. 85 % der Ernte 2018 bereits verladen bzw. vorverkauft. Der Übergang in die Ernte 2019 wird also auch dieses Jahr wieder anspruchsvoll, nicht zuletzt auch weil die Entwicklung der neuen Ernte aktuell mindestens eine Woche verspätet ist.

Die zum grossen Teil abgeschlossene Blüte erfuhr mittelprächtige Witterung. V.a. die nördlichen Regionen wurden von vielen Frühlingsstürmen heimgesucht, so dass in den dortigen Kulturen die Bienen nur sehr sporadisch aktiv waren. Dies alleine hat noch nicht allzu viel zu bedeuten, denn das kühle Wetter verlängerte die Dauer der Blüte, wodurch das Zeitfenster zur Bestäubung länger offen war. Erfreulicherweise wird die Blüte in den mittleren und südlichen Regionen generell als recht gut bewertet. Auch das wärmere und trockene Wetter der letzten Tage, das die Bildung der Fruchtknoten begünstigt, ist sehr positiv. Anlass zu Sorge geben derweil Berichte aus den östlichen Regionen des San Joaquin-Tales, wo Erzeuger als Folge der nasskalten Witterung Befall durch Pseudomonas-Bakterien melden. Diese Krankheit führt dazu, dass die Blüten absterben, was zu grösseren Verlusten innerhalb der Plantage führen kann.

Im weiteren Verlauf erwarten wir anhaltend feste Preise für laufende Ernte 2018, denn auch im März werden wir wohl erneut gute Verladungen sehen. Bei guter Entwicklung der Vegetation sind etwas günstigere Preise für Ernte 2019 zu erwarten, wobei allerdings die Anzahl der Angebote nicht umwerfend sein dürfte, denn die Erzeuger bleiben vorsichtig gestimmt. Sollte China wieder als Käufer auftreten, so drohten rasche Preissteigerungen. Wir empfehlen daher, einen allfälligen Restbedarf aus Ernte 2018 sehr zeitnah zu ordnen und Teil-Abschlüsse für Ernte 2019 ernsthaft in Betracht zu ziehen.