Marktberichte

11.09.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen August 2019

Im August hat Kalifornien 148 Mio lbs Mandeln verladen, 4.2 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Anlieferungen der Erzeuger betrugen 200 Mio lbs, 5.7 % mehr als im Vorjahr.

Angesichts des fehlenden Übertrages und der etwas verspäteten Ernte erwartete Kalifornien geringere Verladungen, so dass das aktuelle Resultat als erfreulich bewertet wird.

Die Ernte der Nonpareil ist grösstenteils abgeschlossen. Erste Beobachtungen deuten an, dass die Erträge dieser Sorte in den südlichen Anbauregionen um die 10-20 % über Vorjahr liegen dürften, während diejenigen der nördlichen Regionen 15-20 % geringer ausfallen sollen. Während hinsichtlich der Erträge der California-Sorten weiter Ungewissheit herrscht, gehen die Anbieter nach wie vor von einer Ernte im Bereich von 2.3 bis 2.4 Mia lbs aus. Erste Einschätzungen der Kerne zeigen einen gewissen Anteil an Insektenschäden, allerdings unter Vorjahresniveau. Die Kaliberverteilung scheint je nach Region eine Grösse unter Vorjahr auszufallen, grosse Kaliber könnten also tendenziell höhere Preise erzielen.

Sollten die California-Sorten unter den Erwartungen ausfallen und die Ernte schlussendlich doch nicht auf 2.4 Mia lbs kommen, so könnte die stetig steigende Nachfrage nicht befriedigt werden und die Preise müssten entsprechend angehoben werden. Dieses Szenario wird verstärkt durch die Tatsache, dass viele Käufer von der Hand in den Mund leben und damit die Nachfrage nach prompten Verladungen konstant hoch halten. Zusätzliche Nachfrage oder aber ein reduzierter Ernteertrag könnten daher die Preise rasch befestigen.

04.09.2019

Türkische Trockenfeigen: verspäteter Erntebeginn, gute Aussichten

Das von den türkischen Behörden festgesetzte Datum für die ersten Verschiffungen ist der 26.09.19. Aufgrund der Verspätung der Ernte um 10-12 Tage wird es wohl eher schwierig werden, diesen Termin überhaupt zu schaffen. Wir gehen davon aus, dass wir die ersten Container in der 1. Oktoberwoche verschiffen können.

Die Ernteaussichten sind soweit gut, man rechnet mit ca. 75-85000 t. Durch die höhere Ernte werden grosse Kaliber (Nr. 1 – 4)  eher knapp sein und entsprechend fallen auch die ersten Preisindikationen aus. Die Qualität zeigt sich von der besten Seite. Wir hoffen nun einfach, dass Regenfälle in den nächsten 3-4 Wochen nicht die guten Aussichten hinsichtlich Qualität trüben.

Die ersten Angebote liegen einiges über denjenigen des letzten Jahres. Gute Nachfrage aber auch die Währungssituation mögen Gründe dafür sein. So hat sich die Türkische Lira gegenüber dem USD in den vergangenen Tagen stark befestigt, was direkten Einfluss auf die Exportpreise hat.

15.08.2019

Cashews: Preise weiter sehr attraktiv, Nachfragezuwachs könnte Befestigung bringen

Der Cashewmarkt profitiert nach wie vor von positiven Fundamentaldaten: Gutes Angebot an Rohware, mässige Nachfrage aus China und robuste Aussichten für die bevorstehenden Ernten in Afrika halten die Preise auf sehr attraktivem Niveau.

Während Vietnam weiterhin die Rangliste der Cashew-exportierenden Nationen anführt, darbt die Industrie in Indien und trauert der Zeit nach, als der Grossteil des Weltkonsums aus dortiger Verarbeitung bedient wurde. Als Folge verkrusteter Strukturen und nicht zuletzt der gewerkschaftlichen Einflussnahme sind diese Zeiten für Indien allerdings schon lange vorbei. Als Revitalisierungsmassnahme erhöhte die Regierung daher kürzlich den Importzollsatz auf geschälte Cashewnüsse von 45 % auf 70 %. Eine Auswirkung dieser protektionistischen Massnahme auf die Weltmarktpreise ist allerdings nicht zu befürchten.

Viel spannender ist der Krimi um die Bestände aus letztjähriger Ernte in Tansania. Wir erinnern uns: Im November letzten Jahres ordnete Präsident Magafuli den staatlichen Aufkauf der inländischen Bestände an, um so den Produzenten einen angemessenen Preis zu garantieren. Seit diesem Zeitpunkt sass die Regierung auf der Ware, ohne einen genehmen und solventen Käufer präsentieren zu können. Diese nicht unbeträchtliche Menge von geschätzt rund 225'000 t hing wie ein Damoklesschwert über dem Weltmarkt: Sollte kein Käufer gefunden werden und die Ware schlimmstenfalls verderben, so würde eine gewisse Angebotsverknappung eintreten. Sollte die Ware hingegen auf einen Schlag auf den Markt gelangen, so wären Turbulenzen unvermeidbar. Ende Juli nun zeichnete sich ab, dass ein Käufer gefunden wurde, der 176'000 t aus alter Ernte und 200'000 t aus Ernte 2019 beziehen soll. Der Käufer ist eines der grössten vietnamesischen Handelshäuser für Landwirtschaftsprodukte und Metalle und verfügt über beachtliche finanzielle und logistische Ressourcen, so dass hier eine ernst zu nehmende Partei in den Markt eingegriffen hat.

Inwiefern diese neuste Entwicklung den Markt zu verändern mag wird sich zeigen. Den Wünschen der Verarbeiter nach festeren Preisen stehen die verhaltene Nachfrage und die guten Ernteaussichten in Afrika im Wege. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass mit dem Ende der Sommerferien die Käufer nun beginnen, den Bedarf für Weihnachten, Neujahr usw. zu decken. Bei starkem Nachfragezuwachs besteht darum nicht zu unterschätzendes Potential für Preissteigerungen.

Wir empfehlen daher, den Bedarf bis ins 1. Quartal 2020 zu prüfen und Deckungslücken zu schliessen.

14.08.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Juli 2019

Im Juli hat Kalifornien 154 Mio lbs Mandeln verladen, 7 % mehr als im Vorjahresmonat. Damit schliessen die Verladungen aus Ernte 2018 bei total 2.264 Mia lbs. Bei Anlieferungen von insgesamt 2.27 Mia lbs und einer nicht verwertbaren Menge von 45.4 Mio lbs wurde effektiv mehr Ware verladen als erzeugt, der Übertrag fällt also geringer aus als im Vorjahr.

Zum Saisonende lag der Inlandabsatz erfreuliche 5 % über dem Vorjahreswert, und die Exporte legten gar um 9 % zu. Insgesamt konnte der Gesamtabsatz um 0.6 % gesteigert werden, obschon die Ernte bloss 0.4 % höher ausfiel. Der Übertrag in die neue Saison beträgt 319 Mio lbs, 12 % unter den 362 Mio lbs des Vorjahres. Die diversen Handelsdispute widerspiegeln sich also in keiner Form in der Absatzstatistik. 

Nach einer Hitzewelle in der zweiten Julihälfte haben die Erntearbeiten dieser Tage nun doch etwas früher als erwartet begonnen. Sowohl Käufer wie auch Erzeuger erwarten mit grösster Spannung Indikationen bezüglich Qualität und v.a. Quantität. Nach dem Schock der objektiven Ernteschätzung von bloss 2.2 Mia lbs sehen sich alle Marktteilnehmer weiterhin grossen Unsicherheiten bezüglich der weiteren Vorgehensweise ausgesetzt, indem sowohl Käufer wie auch Verkäufer nach dem angebrachten Preisniveau suchen. So haben sich unmittelbar nach der Publikation der objektiven Schätzung die Preise markant befestigt, um allerdings in den letzten zwei Wochen wieder etwas nachzugeben. 

Ob die Ernte nun tatsächlich lediglich 2.2 Mia lbs erbringen wird, oder ob doch auf 2.4-2.5 Mia lbs gehofft werden darf, steht weiterhin in den Sternen, verlässliche Aussagen dazu sind nicht vor Ende Jahr möglich. Der weitere Preisverlauf wird damit primär von den Verladungen der nächsten Monate getrieben. Dabei wäre es wenig überraschend, wenn im Moment keine Rekordverschiffungen zu vermelden wären. Dies wird den Ursprung jedoch nicht verunsichern, denn grundsätzlich fehlt das Warenangebot mangels ausreichendem Übertrag. Eine lebhafte Nachfrage nach prompten Verladungen aus neuer Ernte dürfte Potential für steigende Preise schaffen.

24.07.2019

Kokosraspel: Market Update

Das Überangebot an Kokosraspel geht vorerst weiter, wobei es den Markt zurückhält. Aber schon jetzt gibt es Anzeichen für eine langsamere Produktion aus Indonesien und eine leichte Preiserhöhung. Die philippinischen Preise haben sich wiederum auf knapp über dem indonesischen Niveau eingependelt, was zu einer zunehmenden Nachfrage führt. Einige indonesische Verlader beginnen etwas spät mit Verschiffungen, was die Käufer im Zusammenhang mit Verzug beunruhigt, wenn der Markt zu stark steigt. Für Q1 und Q2 2020 werden bereits jetzt starke Käufe gemeldet.

15.07.2019

Türkische Feigen: Ernteaussichten gut

Die Feigen in der Türkei entwickeln sich soweit gut. Immer vorausgesetzt, dass in den kommenden Wochen und Monaten das Wetter mitspielt, rechnet man mit einer Menge von ca. 70000 t. Leider haben in den vergangenen Jahren starke Niederschläge während der Reifungs- und Trocknungsphase von Mitte August bis Mitte September schon manche anfangs guten Ernteaussichten zunichte gemacht. Auch letztes Jahr haben etliche Produzenten schlechte Erfahrungen machen müssen und sind deshalb mit genaueren Informationen sehr zurückhaltend. Wir rechnen mit den ersten Angeboten in der ersten Augusthälfte.

15.07.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Juni 2019

Im Juni hat Kalifornien 165 Mio lbs Mandeln verladen, 5.4 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen mit 2.11 Mia lbs 0.1 % über Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger betragen 2.27 Mia lbs.

Während der Inlandabsatz 8 % unter dem Niveau des letzten Jahres liegt, erzielte der Export wie schon im Mai dank sehr guter Nachfrage aus China und Indien ein Plus von 5 %. Diese insgesamt sehr guten Verladungen wurden von der Industrie erwartet und überraschen damit nicht. Auch die Verkäufe liefen im Juni gut, so dass weiter von einem mageren Übertrag von 300 - 330 Mio lbs auszugehen ist. Das Angebot für Ware aus laufender Ernte nimmt weiter ab, verschiedene Verarbeiter sind für gewisse Artikel bereits ausverkauft, und was noch verfügbar ist wird zu festen Preisen angeboten.

Die Entwicklung der neuen Ernte verläuft dank vorteilhaftem Wetter weiter gut, wenn auch nach wie vor mit etwas Rückstand gegenüber dem langjährigen Mittel. Das alles dominierende Thema ist natürlich auch bei den Erzeugern die schockierend tiefe objektive Ernteschätzung von lediglich 2.2 Mia lbs. Im Anschluss an deren Publikation vorletzte Woche schnellten die Preise für neue Ernte heftig nach oben, um sich dann letzte Woche minimal zu entspannen. Sollte die Schätzung richtig liegen, so stünden damit aus Ernte 2019 je nach Übertrag rund 100 Mio lbs Mandeln weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Der weltweite Nachfragezuwachs müsste also über höhere Preise gebremst werden. Allerdings ist dieses Szenario auch für den Ursprung nicht ohne Risiko, denn trotz fester Preise müssen wichtige Eckpunkte der Nachfrage wie Weihnachten, das indische Diwali und das Chinesische Neujahr zuverlässige und starke Verkäufe bringen.

Die effektive Grösse der Ernte wird erst ab anfangs nächstem Jahr verlässlich zu definieren sein. Bis dahin ist es die Nachfrage, die den Takt vorgibt. Anhand der guten Vorverkäufe dürften die nächsten Monate grundsätzlich gut ausfallen, allerdings unter der Berücksichtigung, dass das Angebot aus laufender Ernte knapp ist und die neue Ernte verspätet von den Plantagen kommen wird. Der Markt wird damit in naher Zukunft wohl kaum eine Entspannung der Preise sehen.

11.07.2019

Türkische Haselnüsse: Ernteschätzung könnte Preise befestigen

An der Türkischen Schwarzmeerküste werden in den nächsten zwei Wochen Experten der Exportverbände die Haselnusskulturen zwecks Erarbeitung der Ernteschätzung bereisen. Die Bekanntgabe wird gegen Ende Monat erwartet.

Sollte es sich dabei zeigen, dass die ursprünglichen Erwartungen eines Rekordes von gegen 800'000 t (Schalenware) nach unten korrigiert werden, so ist mit einer Befestigung der Preise für neue Ernte zu rechnen. Zwar verlief die Entwicklung der neuen Ernte unspektakulär, aber insbesondere die Erzeuger in tiefen Lagen berichten von jährlich zunehmendem Schädlings- und Befallsdruck, was die Erträge reduziert.

Als Folge der unterdurchschnittlichen letztjährigen Ernte haben sich im Saisonverlauf die Preise für Ernte 2018 kontinuierlich befestigt. Der magere Übertrag von rund 45'000 t (gegenüber 170'000 t im Vorjahr) verschärft die angespannte Lage zusätzlich. Weiter erschwerend kommt hinzu, dass alternative Provenienzen dieses Jahr teilweise markant geringere Ernten erwarten. Sollte nun die Türkei mangels eines grossen Ertrages nicht in der Lage sein, diese Ausfälle zu kompensieren, so ist für Ernte 2019 mit Engpässen und folgedessen weiter steigenden Preisen zu rechnen.

Wir empfehlen daher, den Bedarf bis mindestens zum 2. Quartal 2020 zu decken.

08.07.2019

Cashews: Preise bei geringem Handelsvolumen weiterhin attraktiv

Die Preise für Cashews notieren weiterhin auf attraktivem Niveau.

Allerdings ist zu beachten, dass sich Angebot und Nachfrage bei geringem Handelsvolumen die Waage halten. Angesichts der attraktiven Preise ist es durchaus denkbar, dass anziehender Konsum in den kommenden Monaten für zusätzliche Nachfrage und damit festere Preise sorgen könnte. Da verschiedenen Käuferschichten weiter von der Hand in den Mund leben notieren Spot-Lieferungen weiter etwas über den Preisen für Termingeschäfte über 3-6 Monate. 

Wir empfehlen daher, den Bedarf über die nächsten zwei Quartale zu prüfen und sofern nötig zu decken.

08.07.2019

Türkische Aprikosen: steigende Preise

Die Preise für türkische Aprikosen sind in den vergangenen Tagen gestiegen. Dies hauptsächlich aus folgenden Gründen:

  • starke Nachfrage für die ersten Verladungen Mitte August
  • schwächerer USD gegenüber der Türkischen Lira
  • etwas tiefere Ernteprognose als zuerst erwartet

Die Bauern in Malatya halten die Rohware zurück, in der Hoffnung, noch höhere Preise erzielen zu können. Religiöse Feiertage in der ersten Augusthälfte können weitere Preisaufschläge für die frühen Verladungen zur Folge haben.

04.07.2019

Kalifornische Mandeln: Objektive Ernteschätzung 2019

Gestern hat der nationale Statistikdienst des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums seine objektive Schätzung der kalifornischen Mandelernte 2019 publiziert, die wir Ihnen gerne in unserer Übersetzung weitergeben:

Prognose der kalifornischen Mandelernte 2019 3.5 % tiefer

In Kalifornien wird die diesjährige Mandelproduktion in der Höhe von 2.2 Mia lbs erwartet, 12 % unter der subjektiven Mai-Schätzung und 3.5 % unter der Vorjahresernte. Die Prognose basiert auf einer produktiven Anbaufläche von 1.17 Mio Acres. Für die Sorte Nonpareil werden 880 Mio lbs erwartet, 1.3 % unter den Vorjahresanlieferungen. Die Nonpareil repräsentiert 40 % der Gesamtproduktion in Kalifornien.

Die kalifornische Mandelblüte 2019 erfuhr ungewöhnliches Wetter. Erhebliche Niederschläge während der Blüte erschwerten die Bestäubung. Starke Winde sollen Bäume beschädigt und hier und da Nüsse von den Bäumen geweht haben. Niederschläge in den Monaten April und Mai weckten Bedenken hinsichtlich des Krankheitsdrucks und rechtfertigten zusätzliche Anwendung von Pilzschutzmitteln. Unterdurchschnittliche Temperaturen dominierten die weitere Vegetationsperiode und die Ernteentwicklung liegt nun etwa eine Woche hinter Vorjahr.

Der durchschnittliche Nussansatz pro Baum beträgt 4'677 Kerne, 17.8 % unter 2018. Die Nonpareil hat einen Besatz von 4'429 Kernen, 10.1 % weniger als im Vorjahr. Das durchschnittliche Kerngewicht aller bemusterten Sorten ist 1.54 g und damit identisch mit dem Mittelwert der letztjährigen Ernte. Das durchschnittliche Kerngewicht der Nonpareil ist 1.63 g, 4.1 % unter dem Vorjahr. 98.7 % aller gemessenen Nüsse waren gesund.

Im Vorfeld erwartete der Markt eine Ernte im Bereich von 2.4 - 2.6 Mia lbs. Mit mageren 2.2 Mia lbs fällt die objektive Schätzung viel tiefer aus als erwartet - dies einen Paukenschlag zu nennen darf schon als Euphemismus bezeichnet werden. Die Diskussion, ob die Schätzung zutreffend ist oder nicht, ist im Moment müssig, der Ursprung wird sich in den kommenden Tagen basierend auf dieser Zahl neu positionieren (müssen!). Erste verlässliche Aussagen zur effektiven Grösse der Ernte werden nicht vor Jahresende möglich sein, so dass der Markt bis dahin mit den vorliegenden Zahlen zu arbeiten hat. Sollte das Prinzip Hoffnung funktionieren und sich dannzumal eine grössere Ernte abzeichnen, so wären bestenfalls für Lieferungen ab dem 2. Quartal 2020 nachgebende Preise möglich. Bis dahin stehen die Zeichen für Käufer, die rechtzeitige Deckung verpasst haben, auf Sturm.

20.06.2019

Türkische Aprikosen: Preise ziehen an

Die Aprikosenpreise sind in den vergangenen Tagen stark angestiegen. Zum einen rechnet man mit einer bedeutend kleineren Ernte als zuerst erwartet und andererseits hat sich der USD gegenüber der Türkischen Lira weiter abgeschwächt.

Wir empfehlen, Ihren Bedarf aus neuer Ernte für die ersten Verschiffungen Ende August schnellstmöglich zu prüfen.

 

12.06.2019

US Pekan: Ernte Update

Aktuelle Marktbedingungen:        

Pekanlieferungen und -nachfragen haben sich im 2. Quartal 2019 mit konstantem Tempo fortgesetzt.

Niedrige Preise haben dazu beigetragen den Konsum anzukurbeln und somit sind die Preise allmählich gestiegen mit der Nachfrage. Noch ist Inshell Ware in der nordamerikanischen Region verfügbar. Im Markt erwarten wir, dass sich diese Trends in naher Zukunft fortsetzen.                    

Globale Handelsfaktoren:             

Anfang dieses Frühjahrs standen die USA und China kurz vor einem Handelsabkommen. Im letzten Monat sind die Gespräche zurückgegangen und eine neue Tarifrunde zwischen den beiden Ländern wurde eingeleitet.          

Es ist immer wahrscheinlicher, dass der Handelskrieg bis in die nächste Pekannussernte andauern wird. Zusätzlich zum Handelskrieg wurde am Ende ein zweiter potenzieller Handelsdisruptor angekündigt. Die derzeitige US-Regierung hat gedroht, einen Zollsatz von 5% auf alle mexikanischen Einfuhren zu erheben, falls sie nicht hilft, die illegale Einwanderung einzudämmen. Der vorgeschlagene Tarif würde jeden Monat bis Oktober um 5% steigen. Start ab dem 10. Juni 2019.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Tarife eine Bedrohung, oder eine Realität darstellt und die US-Regierung bereit ist, dies durchzusetzen. Wenn die Zölle erhoben werden, werden die Auswirkungen weitreichend sein.      

Sowohl für die US-amerikanische als auch die mexikanische Pekan-Infrastruktur könnte die Situation einschneidend sein.              

Marktprognose:       

Es wird erwartet, dass sich die aktuellen Preisentwicklungen fortsetzen, jedoch mit einer dynamischeren Entwicklung für den Rest des Jahres. Die Pekannusshälften werden weiter zunehmen, während die Stücke nahe am aktuellen Niveau bleiben, mit einem Potenzial zur Stärkung im 4. Quartal. Aufgrund der Zeit dürften die Zölle auf mexikanische Ware noch keine erhebliche Auswirkungen haben, welche mit US Lieferanten abgeschlossen wurden.          

                   

12.06.2019

Kalifornische Mandeln: Verladungen Mai 2019

Im Mai hat Kalifornien 178 Mio lbs Mandeln verladen, 13 % mehr als im Vorjahresmonat. Die Verladungen aus laufender Ernte liegen nun bei 1.95 Mia lbs und damit gerade mal noch 0.3 % unter Vorjahr. Die Anlieferungen der Erzeuger betragen 2.27 Mia lbs.

Während der Inlandabsatz auf dem Niveau des letzten Jahres liegt, erzielte der Export dank guter Nachfrage aus China, Indien und Europa ein Plus von 13 %. Kalifornien erwartete zwar gute Verladungen, aber nicht zwingend einen Rekord, so dass die Erwartungen klar übertroffen wurden. Dies, in Kombination mit den sehr guten Mai-Verkäufen und den damit prall gefüllten Auftragsbüchern, lässt den erwarteten Übertrag in die neue Ernte dahinschmelzen wie Eis an der Sonne. Vor dem Hintergrund der gebuchten Aufträge ist zu befürchten, dass der Übertrag nur gering über 300 Mio lbs ausfallen wird, zu wenig für einen reibungslosen Übergang und viel zu wenig, um den Preissteigerungen Einhalt zu gebieten.

Die Entwicklung der neuen Ernte verlief im Mai grundsätzlich gut. Die Temperaturen waren mild, die Niederschläge rekordhoch. Ausreichende Feuchtigkeit ist gut für das Wachstum der Kerne, aber die verhaltenen Temperaturen verzögern die Entwicklung, so dass man heute von einer Verspätung der Ernte im Bereich von 2-3 Wochen spricht. Ob die neue Ernte einen Ertrag von 2.5 Mia lbs bringt, oder ob die subjektive Schätzung zu tief war und es doch vielleicht 2.6 Mia lbs werden könnten, steht noch in den Sternen. Angesichts des zu knappen Übertrages ist diese Frage dennoch von akademischer Natur, denn der Markt braucht dringend eine grosse Ernte.

Vor dem Hintergrund dieser Ausganslage erwarten wir in den kommenden Wochen eine Annährung der noch immer attraktiven Preise für neue Ernte an diejenigen der laufenden. Der fehlende Übertrag und die verspätete Ernte 2019 werden viele Käufer dazu zwingen, prompte Verladungen aus Ernte 2019 nachzufragen, so dass heute schon fest steht, dass sich die neue Ernte mindestens zu Beginn praktisch von alleine verkaufen wird. Hoffnungen auf sinkende Preise dürften also mindestens bis ins 1. Quartal 2020 gänzlich unbegründet sein.

12.06.2019

Kalifornische Pflaumen: Ernteschätzung 2019

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt die diesjährige Pflaumenernte in Kalifornien auf 110'000 short tons ("tn. sh.") natural condition, 38 % über der Schätzung des Vorjahres von 80'000 tn. sh. 

Weitere Ausführungen und Kommentare finden Sie in unserem beiliegenden Bericht.